Stefanie Ebner • Thermae Montafon



Master Sommersemester 2017
Stefanie Ebner
Projektübung (Studio 2)
Uli Tischler
Typology: CultureRecreation

Das Hallen- und Badehaus Thermae Montafon im ehemaligen Bezirksgericht Schruns soll ein Ort der Revitalisierung, Erholung und Regenerierung werden. Es nimmt die Intimität und klare Struktur des Bestandsgebäudes auf und interpretiert diese neu.

Innerhalb des bestehenden städtebaulichen Gefüges verbirgt sich das Bad unterirdisch, wodurch das Ensemble aus dem bestehenden Bezirksgericht, dem Waschhaus und der neuen Gastronomie am Standort neu gebunden und definiert wird. Oberirdisch entsteht ein neuer Platz mit Gastgarten, Eingangs- und Begegnungszone über mehrer Ebenen.

Das bestehende denkmalgeschützte Portal des Bezirksgerichts bleibt als Haupteingang ins Bad erhalten. Im Foyer öffnen sich gleich zu Beginn der Raumsequenz Blickbeziehungen sowohl hinunter ins Hallenbad, als auch hinauf zum kleinen Saal im ersten Obergeschoss. Die Räume im Obergeschoss mit ihren nach innen gerichteten Blickbeziehungen sind für Sportkurse und Seminare für das Hotel Taube, als auch für das Bad angedacht. Zudem lässt sich auch das Dachgeschoss temporär bespielen.

Das Untergeschoss mit seiner konsequenten Struktur zoniert das Bad in seine Funktionszonen . Den zentralen Raum bildet das Sportbecken. Ein Patio bringt Licht ins Untergeschoss und bildet den Übergang zwischen Aktivbereich, Ruhe- und Erholungszone aus. Ganz nach dem Vorbild römischer Badehäuser bietet das Badehaus Tepidarium, Caldarium, Laconicum, Sudatorium und Frigarium an. Räume zum Erholen und Schwitzen — mit den verschiedensten Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten. Das introvertierte Bad öffnet sich mit gezielten Blickbeziehungen in den Bestand und den Außenraum.

Das Cafe und Bistro im Erdgeschoss, wie auch das kleine, feine und gesunde Restaurant im Obergeschoss sind nicht nur für Badegäste gedacht. Durch räumlich sensibel ausgebildete Niveauunterschiede wird eine Schwelle zwischen dem Besucher der öffentlichen Zonen und dem Badegast erreicht. Auch im Cafe spielen Blickbeziehungen und Raumhöhen eine besondere Rolle: Von der Galerie im Restaurant blickt man ins Café oder erahnt die Atmosphäre des Bades über bewusst gewährte Einblicke.


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