Stefan Hutterer • Druckschrift Montafon



Master Sommersemester 2017
Stefan Hutterer
Projektübung (Studio 2)
Uli Tischler
Typology: Culture

Mit dem Konzept Druckschrift Montafon, soll ein Ort entstehen an welchem Wissen, Ereignisse, Geschichten und Informationen aus dem gesamten Tal gesammelt werden, um sie in Form eines Printmediums allen Einwohnern des Montafons zugänglich zu machen. Veranstaltungshinweise, Tipps und Neuigkeiten, die nicht nur für die Einwohner, sondern auch für Besucher des Tales von Interesse sind. Passend zu dieser Thematik soll ein Gebäude entstehen, welches dem Druck und der Literatur gewidmet ist. Einen Nutzen zu finden, welcher für das gesamte Tal von Bedeutung sein kann und nicht die Einwohner von Schruns in den Vordergrund rückt, war das besondere Ziel der Nutzungsfindung.

Das historische Gebäude bleibt in seiner baulichen Struktur in weiten Teilen unberührt. Die für das denkmalgeschützte Bauwerk charakteristische Dreiteilung des Grundrisses wird ebenso erhalten, wie die Zuteilung der Erschließung zum zentralen Bereich.

Das öffentliche Erdgeschoss bildet mit dem Literatur-Kaffee einen Treffpunkt für Junge wie Junggebliebene Montafoner und Montafonerinnen im Zentrum von Schruns. Literaturbegeisterte, aber auch Besucher des Tales können im Druckladen in Büchern schmökern, oder, im Zuge von Workshops und Seminaren entstandene Druckerzeugnisse erstehen. Begibt man sich ins erste Obergeschoss, betritt man das zentrale Element des Entwurfs: die Treppe.

Diese hebt sich durch ihre Betonoberfläche stark von den kalkverputzten Bestandswänden ab. Betritt man das Gebäude über den durch eine vorgelagerte Terrasse barrierefreien Zugang, befindet sich die markante raumbildende Treppenskulptur direkt im Fokus des Besuchers.

Im bis zu dreigeschossigen Eingangsbereich führen großzügige, einläufige Treppen in die Obergeschoße sowie in das Kellergeschoß. Die Fenster in der rückseitigen Wand des Gebäudes werden durch diese Treppenform nicht mehr mittig vom Podest durchschnitten. Die Reduzierung der Erschließung auf die minimal benötigten Gehwege, ermöglicht eine vertikale Verknüpfung der Geschosse über großzügige Lufträume.

An den Workshop Räumen vorbei, gelangt man ins zweite Obergeschoss welches die Redaktion aufnimmt. Über eine gegenläufige Treppe gelangt man schließlich in das Gebälk des Dachstuhles, welches als Veranstaltungsort für kleine Konzerte, Vernissagen oder Lesungen genutzt werden kann.

Das bestehende Waschhaus wird als „Radtankstelle“ für den geplanten Radweg adaptiert. Es bildet gemeinsam mit dem ehemaligen Bezirksgericht und dem Neubau, in welchem neben der Druckerei, zwei Ateliers und eine Wohnung untergebracht sind, einen neuen Platz, der zum Verweilen einlädt.


Institut für Gebäudelehre
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