Michael Karnutsch


Master Wintersemester 2016/17
Michael Karnutsch
Projektübung (Studio 2)
Uli Tischler
Typology: Recreation

Das Grundstück wird durch den Verlauf des kleinen Bachs in zwei Bereiche geteilt, wobei der nördliche Teil einen besseren Ausblick auf den See bietet. Auch soll das Seeufer unbebaut und damit für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Diese Überlegungen waren Anlass das Gebäudevolumen im nördlichen Bereich des Grundstücks, mitten im Hang zu positionieren. Entwurfsgedanke war es sämtliche Funktionen, sowohl öffentliche als auch private Bereiche, in einem Gebäude unterzubringen und dabei unterschiedliche Atmosphären zu erzeugen.

 

Die ringförmige Struktur des Grundrisses wird durch gezieltes setzen von Funktionsboxen gegliedert. Je nach Funktion und Verwendung werden eine oder mehrere Boxen nebeneinander gesetzt.

Im Erdgeschoss, welches mit Foyer, Bar/Restaurant und Shop den öffentlich zugänglichen Bereich darstellt, sind diese Boxen nach Innen orientiert. Es gibt keinen direkten Blickkontakt in die umgebene Landschaft, nur den Blick in den Innenhof. Dieser sorgt für das nötige Tageslicht und bietet als Erweiterung des Barbereichs Freifläche zum Entspannen. Im Obergeschoss dagegen, welches mit Zimmern und Aufenthaltsbereichen den privateren Bereich darstellt, sind die Boxen nach Außen und damit zur Landschaft hin orientiert.

Die Boxen sind so positioniert, dass an den Eckpunkten mal kleinere und mal größere Flächen entstehen. Diese werden im Erdgeschoss beispielsweise für das Restaurant oder Foyer genutzt. Im Obergeschoss werden diese Eckbereiche mit Teeküche oder Billardtisch bespielt, sodass sie von den Gästen als eine Art Wohn- bzw. Aufenthaltsbereich genutzt werden können. Die Zimmer sind auf das Wesentliche reduziert und dienen lediglich zum Schlafen. Die Haupterschließung erfolgt vom Haupteingang und Foyer aus über eine in der Ecke positionierte gewendelte Treppe. Eine zweite Treppe führt vom Obergeschoss aufs Dach, welches als Aufenthaltsbereich eine Rundumsicht auf See und Wald bietet.

 

Atmosphärisch betrachtet ist das Gebäude in zwei Bereiche unterteilt. Im Erdgeschoss erzeugt die innenliegende Glasfassade ständige Blickbeziehungen zum bepflanzten Innenhof. Zudem bildet diese die Schwelle zwischen Innen- und Außenbereich. Durch Mitnutzung des Hofs entsteht ein fließender Übergang zwischen Natur und Gebäude. Im Obergeschoss dagegen liegt die Glasfassade Außen. Durch den Höhenunterschied zum Gelände ist die Natur von diesem Geschoss aus eine Art Landschaft, welche aus einer gewissen Distanz betrachtet werden kann. Durch das Platzieren der Boxen entstehen bewusst Gangflächen. Diese sind im Gegensatz zu den Eckbereichen nicht direkt belichtet, es entstehen unterschiedliche Stimmungen auch innerhalb eines Geschosses.


Institut für Gebäudelehre
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