Marco Wenegger



Master Wintersemester 2015/16
Marco Wenegger
Projektübung (Studio 2)
Uli Tischler
Typology: Recreation

Von dem im Westen liegenden Waldrand fällt der Bauplatz leicht Richtung zukünftigen See ab, ein kleiner Bach teilt das Grundstück in zwei Bereiche. Die südliche Hälfte ist durch den natürlichen Kontext, den Wald, etwas intimer als die nördliche. Diese Teilung war Anlass die öffentlichen Bereiche des Raumprogramms (Restaurant, Fischladen) in die nördliche Hälfte einzubetten und die privaten (Hotel) in die südliche: Zwei selbstständige Volumen entstehen.

 

Hotel ohne Ausblick
Ziel war es ein Hotel zu entwerfen, das nicht den Konventionen entspricht. Auf Zimmer mit Ausblicken in die Landschaft wurde verzichtet. Jedes Zimmer im Hotel ist eine geschlossene Einheit. Es steht in keiner direkten Beziehung zur Umgebung. Der Ausblick wird durch einen Patio ersetzt, welcher auch für natürliche Belichtung sorgt. Da jedes Zimmer über einen eigenen Patio verfügt, erweitert sich der Raum wenn es die Witterung zulässt und der Außenraum wird Teil des Zimmers. Um die Landschaft zu erleben, muss der Hotelgast die Zimmerschwelle, das Hotel verlassen und sich in der Natur bewegen.
Erschlossen wird das zweistöckige Hotelgebäude, welches sich etwas abseits vom Seeufer am Hang befindet, über ein zurückversetztes Erdgeschoss. Dort befinden sich geschlossene Räume für die Organisation des Hotels. Verlässt man die Rezeption, betritt man einen zentral gelegenen, den Witterungen ausgesetzten, Hof. Zwei überdachte Stiegen führen in das rechteckige Zimmergeschoss. Vier der sechzehn Zimmer werden über einen Rundgang um den Hof erschlossen. Die restlichen zwölf Zimmer erreicht man über Außengänge, die im östlichen bzw. westlichen Bereich des Gebäudes liegen.

 

Restaurant mit Seeblick
Im rechteckigen eingeschossigen Baukörper, der teils im Hang eingegraben ist, befinden sich das Restaurant, der Fischladen, Mitarbeiterräume, ein Seminarraum, sowie ein Hof. Dienende Räume für diese Bereiche liegen in der Mitte des Grundrisses. Dadurch werden die Fassaden freigespielt und ermöglichen den Ausblick auf See und Landschaft. Im nordöstlichen Teil des Gebäudes befinden sich der Fischladen und die Parkplätze der Kunden. Das Restaurant mit Seeblick wird über einen überdachten Vorbereich erschlossen, der Gastraum durch Lichthöfe gegliedert.
Durch die Umkehrung des Hotelkonzepts, mit seiner Orientierung nach innen, soll das Restaurant bewusst geöffnet und zugänglich gemacht werden – ein introvertiertes Hotel und ein extrovertiertes Restaurant.


Institut für Gebäudelehre
Technische Universität Graz

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