Master Sommersemester 2016
Klaus Posch
Projektübung (Studio 2)
Uli Tischler
Typology: Recreation

Der Entwurf nimmt die bestehende Bebauung auf und ergänzt diese durch zwei schräg gestellte Baukörper. Der neue Hauptbaukörper wird vom Bestandsgebäude abgesetzt, um den Zwischenraum als sichtbare Fuge von Alt und Neu hervorzuheben und die bestehende Blickachse der Straße zum Kirchturm frei zu halten.

 

Das erste und zweite Obergeschoss dieses Gebäudes sind als sich über die Länge veränderndes Dach konzipiert, das sich von der zur Gänze in Glas aufgelösten Sockelzone abhebt. Ein monolithischer Baukörper entsteht, wobei die Obergeschosse in ihrer Ausformung auf die umgebenden Dachformen reagieren. Durch die L-förmige Positionierung des neuen Gebäudes zum Bestandsbaukörper entsteht ein lichtdurchfluteter Hof, der den Bezug zum angrenzenden Fluss erhält.
Der repräsentative, überdeckte Hoteleingang des Hauptbaukörpers führt weiter zum Empfangsbereich mit Lobby und Rezeption. Diese Zone geht in den Gastronomiebereich mit Bistro und Café über.

 

Der Hof wird zum Gastgarten mit Liegeflächen für Picknicks und festen Sitzmöglichkeiten für PassantInnen der Flusspromenade. Dieser Hof kann als Erlebnisraum des Areals verstanden werden, der für die BewohnerInnen von Arnfels offen zugänglich ist und von Bistro und Café bespielt wird. Die Fassade des öffentlich zugänglichen Wellnessgebäudes kann bei Veranstaltungen als Bühne genutzt werden. Die den Fluss begleitende Promenade geht in die Platzgestaltung über und lädt ein, den Hof zu betreten. Der Hof wird zum Theater und kann zum zweiten Ortszentrum von Arnfels werden.

 

Im Bestandsbaukörper des ehemaligen Gasthofs Sommer liegen Seminarräume und Funktionsflächen der Hotelanlagen. Im 1.Obergeschoss befinden sich 24 Hotelzimmer, wobei drei Einheiten als Studios für Flüchtlingsfamilien konzipiert werden.
Wenn man das Dach des Baukörpers auch als Metapher für Schutz sieht, wird eine Botschaft formuliert: Dieses Haus bietet unter seinem Dach nicht nur Schutz vor Witterung sondern auch vor Krieg und Verfolgung. Damit wird das Haus in die gewachsene Ortsstruktur integriert und bietet einen geschützten Platz der Begegnung und Kommunikation.


Institut für Gebäudelehre
Technische Universität Graz

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