Traditionen weiterspinnen • Die Burg als Impulsgeber im ländlichen Raum





Studienjahr 2022/23
Marina Kößler
Masterarbeit
Hans Gangoly
Typology: CultureHousingHybridRecreationRetail

Die Gesellschaft befindet sich im stetigen
Wandel, mit ihr die Sicht auf den ländlichen
Raum und die zukünftige Stellung der
ehemaligen Gegensatzpaare Stadt und Land.
Leerstand und Abwanderung sowie das
Veralten ehemals sinnstiftenden Gebäude, die
ihre ursprüngliche Funktion verloren haben
– Themen, die uns in diesem Zusammenhang
mehr denn je beschäftigen. Die fortschreitende
Digitalisierung sowie die Coronapandemie
stellen sich hierbei als Beschleuniger aktueller
Strömungen heraus.
Welche sind die treibenden Kräfte, die das
Land langfristig und zeitgerecht attraktiv
machen? Wie können obsolete Strukturen und
zukunftsgerichtete Konzepte genutzt werden,
um eine fundamentale Verankerung mit dem
Vorhandenen einzugehen und wie können diese
gleichzeitig Raum für Entwicklung bieten? Die
vorliegende Arbeit beschäftigt sich demnach
mit der Frage der langfristigen Aufwertung
abgelegener Landstriche, konkret am Beispiel
der Region um das obersteirische St.Gallen
und der Burg Gallenstein, ist sie nämlich trotz
fehlender dauerhafter Nutzung nach wie vor
Träger regionaler Identität. In Anbetracht der
geschichtlichen und örtlichen Gegebenheiten
werden am realen Beispiel mögliche Vorschläge
herausgearbeitet. Die dargelegte theoretische
Auseinandersetzung im ersten Teil bildet
die Grundlage für den eigenen Entwurf, sie
zeigt Zusammenhänge auf und macht die
Findung eines neuen Nutzungskonzeptes bzw.
ein Übersetzen desselbigen in tatsächliche
Architektur erst möglich.