Kulturforum Alte Weberei. • Transformation und Revitalisierung eines klösterlichen Wirtschaftsgebäudes




Studienjahr 2020/21
Magdalena Margesin
Masterarbeit
Eva Sollgruber
Typology: CivicCulture

Die Gemeinde Lana in Südtirol wird für diese Masterarbeit als Beispiel eines Ortes im ländlichen Raum herangezogen, welcher zahlreiche leerstehende, aber erhaltenswerte Gebäude aufweist. Wirtschafts- und Produktionsgebäude bilden neben Bauern-, Wohn- und Geschäftshäusern einen prägenden Teil der historisch gewachsenen Ortsstruktur. Gebäude, bei deren Entstehung die Funktionserfüllung und kein besonderer baukünstlerischer Anspruch im Vordergrund steht, bilden einen wesentlichen Teil der Baukultur und -tradition. Der Erhalt dieser Gebäude wird aus verschiedensten Gründen, wie etwa fehlende ökonomische Mittel oder veränderte gesellschaftliche Ansprüche, oft nicht in Betracht gezogen. Sie finden keine weitere Verwendung und werden folglich dem Zerfall überlassen und durch Neubauten ersetzt. Dieses Schicksal droht auch der Alten Weberei des Kapuzinerklosters in Lana. Doch das Gebäude bildet trotz seiner fehlenden sakralen Funktion einen relevanten Bestandteil der bestehenden Klosteranlage und ist für die baukulturelle Tradition des Dorfes sehr bedeutend. In dieser Arbeit wird versucht, den Wert dieses Alltagsgebäudes in Bezug auf den Begriff des „Baudenkmals“ zu untersuchen und dessen Relevanz mit seiner Erhaltung zu begründen. Im Bewusstsein für das Vorgefundene sollen die ungenutzten Potenziale und Qualitäten der Alten Weberei aufgezeigt und somit die Alltagsarchitektur in den Diskurs zwischen Denkmalpflege und Architektur miteinbezogen werden. Mit der Entwicklung neuer Nutzungskonzepte für das Gebäude soll sein zukünftiger Erhalt gesichert werden. Während sich das gesellschaftliche Miteinander durch die sozialen Medien zunehmend in eine virtuelle Parallelwelt verlagert, eignet sich die Alte Weberei auf Grund ihrer zentralen Lage im Dorfgefüge für die Schaffung eines Ortes der realen Begegnungen und sozialen Nähe, der das Potenzial hat, Teil der bestehenden Dorfgemeinschaft zu werden. In dieser Arbeit wird über Denkmalschutz und Alltagsarchitektur an Hand eines architektonischen Entwurfes am Beispiel der Alten Weberei in Lana nachgedacht.


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