Kongresszentrum Bad Gastein



Studienjahr 2021/22
Thomas Rogl
Masterarbeit
Andreas Lechner
Typology: Civic

Bröckelnde Fassaden, Leerstand und Verfall prägen das Bild im Zentrum von Bad Gastein. Es ist verwirrend und faszinierend zugleich und ganz anders als alle anderen Bergdörfer in den österreichischen Alpen.

Durch die Entdeckung der radonhaltigen heißen Thermalquellen etablierte sich ein mondäner Kurort, indem Kaiser, Könige und Fürsten ihre Sommerfrische verbrachten und den Ort weltberühmt machten.

Nach dem Ende der ersten Republik und dem Ende des österreichischen Reichs musste sich Bad Gastein neu strukturieren. Der Architekt und Visionär Gerhard Garstenauer entwickelte in den 70er Jahren, gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Anton Kerschbaumer, eine Verjüngungskur für Bad Gastein. Neben der Erschließung Sportgasteins, utopischen Glaskugeln als Liftstationen und superellyptische Liftgondeln entstand in Bad Gastein die über die Grenzen Österreichs bekannte Felsentherme. 1975 wurde das Kongresszentrum mit dem Salzburger Architekturpreis ausgezeichnet.

Dieses sollte das letzte Projekt von Gerhard Garstenauer in Gastein darstellen. Sein architektonisches Erbe ist zurzeit sukzessive in Gefahr. Dem seit 2000 leerstehenden Kongresszentrum drohen massive, identitätsverändernde Eingriffe. Das gesamte historische Zentrum ist im Moment verlassen.

Diese Ausgangslage löste nach mehreren Besuchen im „Wolkenkratzerdorf in den Alpen“, wie es so oft betitelt wird, eine enorme Anziehungskraft aus.

Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Geschichte des Gasteiner Tals und den architekturtheoretischen Ansätzen Gerhard Garstenauers, resultiert ein Nachnutzungskonzept für das Kongresszentrum und das Haus Austria. Dazu wird ein umfassendes Programm zur Schaffung und Belebung eines neuen Zentrums erarbeitet.

Neben einem funktionalen, wird ein gebäudetechnisches Programm entwickelt, welches auf lokale Ressourcen zurück greift und einen zukünftigen wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht.


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