Monumental. Gerastert. Brutal. Es gibt viele Wege, solche Architekturen zu beschreiben. Wie ein Mäander windet sich der Raum um die tragende Konstruktion; ein kontinuierlicher Raum breitet sich in alle Ecken aus, ausgehend von einer zentralen Halle, die alles erschließt.
Diese Arbeit versucht sich an der architektonischen Transformation eines brutalistischen Schulgebäudes aus den 1960er Jahren. Die gesamte Schulanlage steht seit 2020 unter Denkmalschutz, dennoch ist die Zukunft der Mittelschule Weiz (ehemals Hauptschule) ungewiss – die Stadtgemeinde Weiz hat im Juni 2024 einen Antrag auf Aufhebung des Denkmalschutzes eingereicht. Aufgrund des aktuellen Diskurses, möchte ich zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, mit Gebäuden aus dieser Zeit umzugehen.
Es wird erforscht, inwiefern scheinbar dichotomische Themen wie Denkmalschutz und Umbau, Schule und Freizeit oder ein strenges Rastersystem und hohe Flexibilität miteinander vereinbar sind. Besonderer Fokus wird hier auf Konzepte zur betreffenden Zeit gelegt, welche den Entwurf nachhaltig geprägt haben: ein hohes Maß an Transparenz und das damit einhergehende Gefühl der Gemeinschaft und des Miteinander, die Halle als zentraler Raum, die Ablesbarkeit des konstruktiven Prinzips und die hohe Flexibilität sind einige davon.
Thematisch gliedert sich diese Arbeit in zwei Teile – der Erste behandelt den Bestand und gibt Einblicke in die einstigen Absichten, Konzepte und Ideen. Der Zweite zeigt die Überlegungen und Darstellungen des architektonischen Entwurfs und offenbart den Versuch einer Transformation dieses Gebäudes.