En passant • Kunstfabrik, Revitalisierungs- und Umnutzungskonzept des ehemaligen Industrieareals Incel

Studienjahr 2017/18
Tatjana Bojanic
Masterarbeit
Hans Gangoly
Typology: Culture

In meiner Masterarbeit habe ich versucht, die Stadt Banja Luka als kulturelles Zentrum der Region weiter zu entwickeln. In einer vorangehenden Analyse wird zuerst die Architekturgeschichte der Stadt dargestellt. Die fünf architektonischen Perioden, Periode der Römerzeit, der Osmanen, die Österreichischungarische Monarchie, der Zeit des Jugoslawischen Königreiches und der Zeit nach der Großen Erdbeben, wie auch der Bürgerkrieg in den 90er Jahren haben seine Spuren in der Stadt und ihrer kulturellen Entwicklung gelassen und sind noch immer erkennbar. Durch die Standortanalyse wurde daraufhin dargestellt, wie es um das kulturelle Angebot als auch Tanzangebot in Banja Luka steht. Banja Luka hat zurzeit zwei Theater aber kein Performance Theater, was bedeutet, dass sie als Stadt keine Szene für größere Aufführungen wie Ballettgruppen hat, was ich als ehemalige Tänzerin und auch als zukünftige Architektin schade finde. Deswegen hat sich das Industrieareal “Incel” als perfekter Standortfür ein solches Theater erwiesen. Dieses Gebäude ist sowohl aus architektonischer als auch städtebaulicher Sicht interessant und bietet viel Potenzial für mein Konzept eines Performance Theaters. In der Stadt Banja Luka passiert alles was Kultur betrifft, am ehesten im Stadtzentrum. Langsam hat die Stadt Banja Luka begonnen, sich in die Peripherie zu entwickeln. Im Gebiet des Areals befindet sich seit kurzem auch eine Gewerbezone der Stadt. Das Industrieareal „Incel“ ist sehr gut an die Stadt angebunden, was natürlich von großem Vorteil ist. In meinem Entwurf möchte ich das Areal nicht purifizieren und von seiner Vergangenheit steril machen, sondern die Atmosphäre der Industrieruine behalten. Der Bestand selbst dient als Inspiration und Szenografie für zukünftige Aufführungen und bietet ein großes räumliches Angebot. In dem Begriff „dirty realism“, welches in der architektonischen Praxis schon bestens bekannt ist, habe ich meine Inspiration als auch Argumentation für meinen Entwurf gefunden. Der Entwurf selber ist eine Darstellung und meine eigene Sicht der Kunst und architektonischen Situation in meinem Geburtsland; er ist eine Verknüpfung von Architektur und Tanz, in dem die Ruine als Szenerie einen gewissen Frieden in dem ganzen gesellschaftlichen wie auch architektonischen Chaos bietet.


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