Die Architektur des Kreises



Studienjahr 2019/20
Paul Plankensteiner
Masterarbeit
Hans Gangoly
Typology: Recreation

Sprache wird auf das Visuelle übertragen mit Hilfe von Formen. Formen sind ein Mittel der Verständigung und der Identitätsfindung. Als Teil der elementaren geometrischen Urformen, zählt der Kreis zu den schönsten Formen, weil er klar zu lesen ist. Er symbolisiert eine absolute Gleichmäßigkeit. Er verhält sich in alle Richtungen gleich und schafft kein Vorne und kein Hinten, er ist richtungslos, neutral zu allen Seiten. Durch seine besondere Form erzeugt der Kreis eine Beziehung mit seinem Umfeld und dient somit als Bindeglied zu seiner Umgebung. Der Kreis spannt sich um ein Zentrum und gibt dem Zentrum, dem Herzen des Kreises, Schutz und Geborgenheit, er stellt ihn in den Mittelpunkt und gibt ihm dadurch eine besondere Bedeutung. Im Zentrum meines Entwurfes steht der Besucher, der öffentliche Platz in Beziehung zum Thalersee, um ihn herum entwickelt sich der Entwurf. Die Form ist dabei das Ergebnis und nicht der Ausgangspunkt meiner Arbeit. Sie ist eine Reaktion auf die vorhandenen Qualitäten des Bauplatzes. Allein aus der Erfahrung des Ortes können die Besonderheiten erwachsen, die der Architektur die Wege bereiten und sie formen. Eine kreisförmige Überdachung legt sich als Bindeglied über See und Landschaft und schafft einen konzentrischen Innenraum der die Funktion eines Seerestaurants integriert. Die Architektur tritt dabei zurück und bildet als kunstvolle Ergänzung einen Rahmen für den See und den idyllischen Naturraum aus. Es entsteht eine Harmonie zwischen der Landschaft, dem See und der Architektur.


Institut für Gebäudelehre
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