Das Felsmassiv von Céüse gehört seit den neunziger Jahren zu den bedeutendsten und geschichtsträchtigsten Klettergärten Europas, welches sich auf zweitausend Höhenmeter erhebt und wie ein Diadem über Südfrankreich thront. Dieser Ort befindet sich im Herzen des Department Haut- Alpes, eingebettet inmitten der höchsten Berge Frankreichs.
Den Dreh- und Angelpunkt bildet der, vom Campingplatz Les Guerins nicht weit gelegene Klettergarten, indessen der Zeltplatz als untergeordneter Ort in diesem Wechselverhältnis fungiert.
Der spartanisch ausgestattete Campingplatz beschränkt sich auf das Erfüllen elementarer menschlicher Grundbedürfnisse und gestattet somit eine begrenzte Möglichkeit für interaktive Kommunikation. Es ist ein Ort der Anonymität und der Gleichförmigkeit, eine monofunktionale genutzte Fläche im alpinländlichen Raum. Ein Ort, welchem das Fehlen von Identität sowie einer kommunikativen Verwahrlosung einhergeht.
Dieser Arbeit liegt folgende Intention zugrunde: Die Schaffung eines Refugiums, welches sich aus der brachen Fläche des Ortes zu einer sinnstiftenden Architektur ausformuliert. Darüber hinaus soll gleichermaßen eine bedürfnisorientierte sowie eine soziale Vernetzung herbeigeführt werden.