Information

Nutzungen wandeln sich – Architektur bleibt bestehen. Die Gebäudelehre fragt nach Aspekten, die Gebrauch, Morphologie und räumliche Relationen von Gebäuden und baulichen Ensembles prägen und Präzedenzen und analytische Grundlage für das Entwerfen liefern.
Das Institut für Gebäudelehre widmet sich vornehmlich der Entwurfslehre. Der Fokus liegt auf dem architektonischen Objektentwurf – d.h. auf der Formulierung von architektonischen Projekten in der klassischen Notationsform architektonischer Ideen – Grundriss, Schnitt, Fassade und Modell – einerseits und der Erweiterung dieser Ideen um Bilder, die eine Tektonik als kunst- und absichtsvolle Materialfügung so ins Spiel zu bringen vermag, dass eine „bloße“ Konstruktion in Anschaulichkeit und Atmosphäre übersetzt wird. Wir sind der Ansicht, dass sich nur durch das Entwerfen selbst, das praktische und intuitive Wissen um das Verknüpfen aller Ebenen architektonischer Gestaltung zu einem architektonischen Projekt vermehren lässt.


Die Entwurfslehre wird über die Entwurfsaufgaben selbst und über intensive, persönliche Betreuung des Entwurfsprozesses gestaltet. Vorschlägen zu baulichen Ein- und Anfügungen speisen sich sowohl aus dem Typus – d.h. der Geschichte der Disziplin – als auch aus dem Topos – d.h. der Geschichte und Beschaffenheit eines Ortes, seines genius loci. Über die Themenstellungen – Rahmenbedingungen, Referenzsammlungen, Recherchegrundlagen, Präzedenzfälle und typologische Analysen – wird die individuelle Einübung in das architektonische Entwerfen betreut.

News

Festvortrag von Andreas Lechner

Andreas Lechners, Associate Professor am Institut für Gebäudelehre, hält im Rahmen seines Habilitationsverfahrens einen Festvortrag. Dieser findet am Mittwoch, 17. Jänner 2018 um

18.00 Uhr im HS II, Rechbauerstraße 12/KG, 8010 Graz statt.

 

In seiner Habilitationsschrift beschreibt Andreas Lechner den architektonischen Entwurf als Transformationsprozess – von lose vorliegenden Elementen, Mustern und Präzedenzen zur Raumbildung und -abschirmung in neue Vorschläge für feste Fügungen an konkreten Orten.

 

Das Buch setzt sich aus zwei Teilen zusammen, zum einen in Form einer gezeichneten Gebäudelehre. Aus zwölf öffentlichen Nutzungszusammenhängen – Theater, Museum, Bibliothek, Staat, Büro, Freizeit, Religion, Einzelhandel, Fabrik, Bildung, Kontrolle und Krankenhaus – erfolgte eine Auswahl von zwölf vielfach klassischen Architekturprojekten,

deren architektonische Idee in Grundriss, Schnitt und Ansicht dargestellt wird. Die zwölf

mal zwölf gezeichneten Projekte liefern ein Nebeneinander von Tableaus aus Formen und Programmen, die sich für Vergleich und Anknüpfung ebenso wie für das Ziehen neuer Verbindungslinien im Entwurf anbieten.

 

Der zweite Teil des Buches umfasst drei Aufsätzen, die das Entwerfen zunächst als Kennenlernen ästhetischer und logistischer Bandbreiten als kultureller Dimension des Bauens begreifen.

 

Das Buch erscheint in Kürze im Park Books Verlag.

 

© Abbildung: Gerardo Aguilar, Roma (2017)

Institut für Gebäudelehre
Technische Universität Graz

TU Graz

Sekretariat 
Mo – Fr 9.00 – 12.00
sandra.lueking@TUGraz.at
T: +43(0)316/873-6291
F: +43(0)316/873-6297

Lessingstrasse 25/IV
A-8010 Graz
UID: ATU 574 77 929