Projektübung (Studio 1)

Tanzquartier Ljubljana
Hans Gangoly · Eva Sollgruber
Typology: Culture

In diesem Semester werden wir uns mit dem Entwurf eines Tanztheaters für die Tanzakademie Ljubljana beschäftigen. Räumlichkeiten für die Kunstproduktion, -rezeption  und -ausbildung werden mit nutzungsoffenen und der Öffentlichkeit zugewandten Bereichen ergänzt, um somit einen Ort entstehen zu lassen, der Teil der vielschichtigen Kunst- und Kulturlandschaft der Stadt ist. Neben der Frage nach der Typologie eines (Tanz)Theaters, die über die Geschichte hinweg einer stetigen Modifikation und Spezifizierung unterzogen war, steht die Auseinandersetzung mit der Stadt Ljubljana und ihrer städtebaulichen und architektonischen Charakteristik, die mit der Arbeit des slowenischen Architekten Jože Pležnik stark verwoben ist, im Fokus der Entwurfsaufgabe.

 

Programmvorstellung: Montag 02.10.2017, 14.50h HS 1

Studio in Ljubljana: 08.10. – 14.10.2017

 

Abb.: Helmut Tezak · Tokyo · 2017


 

Projektübung (Studio 2)

(Im) Weinland · Carso, Kras, Karst
Uli Tischler
Typology: Culture

Das Verhältnis von Architektur und Landschaft, oder genauer die Beziehung von Weinarchitektur und Kultur- beziehungsweise Produktionslandschaft sind zentrales Thema des Entwurfs, der sich besonders mit der Karstlandschaft des Triestiner Hinterlands auseinandersetzt. In einem Workshop vor Ort, einem Stadtland1 an der Grenze zu Slowenien, werden Dorf- und Gebäudestrukturen landwirtschaftlicher Produktion untersucht, die einem radikalen Wandel unterliegen. Neue Methoden, sogar neue Technologien des Weinmachens verändern trotz kleinteiliger und sehr spezifischer Topographie, Weinland und Architektur. Vielleicht ein Weingut, jedenfalls aber die Transformation eines Weinhofes im Carso Triestino ist Thema des Entwurfs.

 

1 Stadtland – Der neue Rurbanismus. ARCH+ 228, Frühjahr 2017

 

Programmvorstellung: Montag  02.10.2017, 14.50h HS 1

Studio im Karst: 16.10. – 22.10.2017

 

Abb.: Helmut Tezak · Tokyo · 2017


 

Entwerfen 1

Der Grazer Hausberg · Ein Museum am Schöckl
Hans Gangoly · Michael Haberz · Sarah Posch · Gernot Reisenhofer
Typology: Culture

Für Graz und das Grazer Umland ist der Schöckl ein unverzichtbares Naherholungsgebiet. Eine fast alpine Verheißung, die sich tagtäglich seit Jahrzehnten für eine Vielzahl von Menschen erfüllt. Wanderer, Radfahrer, Läufer, Paragleiter, Testfahrer, Raketen, Hexen, Reh, Hirsch und Gams, der Berg kennt viele Geschichten. Und diese Geschichten brauchen einen Ort, an dem sie erzählt werden. Der Entwurf für diesen Ort steht im Zentrum der Aufgabe. Bauen am Berg, die Auseinandersetzung mit der Topographie, dem Programm und dem richtigen atmosphärischen Ausdruck für diese Aufgabe werden die Themen sein, die wir diskutieren und bearbeiten.

 

Programmvorstellung: Dienstag 03.10.2017, 8.30h HS 1

 

Abb.: Helmut Tezak · Tokyo · 2017


 

Workshop 1

Schriftproben
Uli Tischler
Typology: Analysis

Signaletik (von französisch signalétique, dt. kennzeichnend) dient der räumlichen Orientierung von Menschen in einem komplexen Gebäude oder Areal. Leitsysteme ergänzen im Gebäudeinneren, was wir als Schriftzug an der Fassade als Hinweis auf die Nutzung des Gebäudes oder Geschäftslokals seit langem kennen. Seit der Grafiker Otl Aicher für die Olympischen Sommerspiele 1972 ein Leitsystem mit einer Vielzahl von Piktogrammen entwarf, gehen Leitsysteme weit über einfache Beschriftungs- oder Farbsysteme hinaus. An ausgewählten Referenzprojekten werden wir im Workshop die Zusammenhänge von Architektur und Schrift, Abbildungen oder Farbcodes, also den Teilaspekten der Signaletik untersuchen, um die Ergebnisse dieser Analyse abschließend in einem 1:1 Entwurfsprojekt unmittelbar anzuwenden.

 

LV-Termin: Montag 06.11.2017 – Freitag 10.11.2017

 

Abb.: Helmut Tezak · Tokyo · 2017


 

Workshop 3

Alltagsfragmente
Sarah Posch · Gernot Reisenhofer
Typology: Analysis

Gestützt durch die Spaziergangswissenschaften1 betreiben wir eine Investigation der städtischen Alltagsinteraktion. Wir begeben uns auf die Suche nach Fragmenten der Stadt, die nachhaltig auf die Stadtatmosphäre wirken, welche auch die spezifische Charakteristik des Grazer Stadtraums erzeugen und im weitesten Sinn auf gesellschaftliche Gepflogenheiten, Vorlieben und Strukturen hinweisen. Der Blick richtet sich dabei auf individuelle, architektonische Elemente, nicht auf die Gebäude. Anhaltspunkte, die unsere gesellschaftliche Interaktion in der Alltagswelt bestimmen, werden aufgespürt.

1 – nach Lucius Burckhardt 

 

LV-Termin: Montag 06.11.2017 – Freitag 10.11.2017

 

Abb.: Helmut Tezak · Tokyo · 2017


 

Angewandte Methoden im architektonischen Entwerfen

O.M. Ungers: Die Thematisierung der Architektur (1983)
Andreas Lechner
Typology: Analysis

Im Rahmen dieses Seminars werden bekannte Entwürfe der jüngeren Architekturgeschichte hinsichtlich ihrer Entwurfsthematiken besprochen. In diesem Seminar werden wir uns ausschließlich dem Buch „Die Thematisierung der Architektur“ von Oswald Mathias Ungers widmen. In diesem 1982 erstmals erschienenen Buch erläutert Ungers fünf Themen, die sich als Leitgedanken durch sein entwerferisches Werk ziehen: Das Thema der Transformation oder die Morphologie der Gestalt; Das Thema der Assemblage oder der Zusammenfall der Gegensätze; Das Thema der Inkorporation oder “die Puppe in der Puppe“; Das Thema der Assimilation oder die Einpassung in den „Genius loci“; Das Thema der Imagination oder „die Welt als Vorstellung“.

 

LV-Beginn: Dienstag, 24.10.2017

 

Abb.: Helmut Tezak · Tokyo · 2017


 

AK Wohnbau

Immanente Objekte
Andreas Lechner
Typology: Housing

Im Seminar wird die 2002 erschiene Forschungsarbeit „After-Sprawl“ des belgischen Architekten Xaver de Geyter diskutiert und die darin beschriebenen  neun Strategien (SHIFT, OVERLAY, INSERT, HIDE, FRAME, FOUND, CONNECT, ARRAY, ADD) anhand  von drei exemplarischen Peripherie-Standorten im Großraum Graz bearbeitet. Wie lässt sich im form- und bildlosen Maßstab der Agglomeration mit Mitteln der Architektur gestalterisch anspruchsvoll operieren? Wie lässt sich „Wohnen“ in, an, unter, über und entlang von immanenten Objekten, etwa landschaftsprägenden Infrastrukturen – den Monumenten der Gegenwart – denken und darstellen?

 

LV-Beginn: Freitag, 06.10.2017

 

Abb.: Helmut Tezak · Tokyo · 2017


 

AK Gebäudelehre

Neues Leben an der Strasse
Willibald Fürst
Typology: Housing

Die Wohnungsgrößen werden preisbedingt kleiner. Dies wirkt sich auch auf die Grundrisse aus. Funktionen, die noch vor wenigen Jahren fester Bestandteil des Wohnungsverbandes waren, werden nunmehr oft ausgelagert. Das führt zu neuen Möglichkeiten, in den Erdgeschosszonen Nutzungen zu verdichten, die einerseits Entlastungen für die Wohnungen bieten und andererseits ungewohnte Kombinationen ermöglichen – samt Gelegenheit zu neuartiger sozialer Interaktion: Gemeinschaftswaschmaschinenraum mit Indoor-Kinderspielplatz, Fahrradreparaturwerkstätte und Partyraum, nur zum Beispiel. Darüberhinaus eröffnen sich dadurch neue Chancen neben dem Eingangsbereich, der Garagenzufahrt und den obligatorischen Serviceräumen neue Angebote zu schaffen, die nach aussen zu den Strassenräumen hin attraktiv abbildbar sind und eine gestalterische Bereicherung der Erdgeschossfassaden darstellen können.

 

LV-Beginn: Dienstag, 24.10.2017

 

Abb.: Helmut Tezak · Tokyo · 2017



Sommersemester 2017




Wintersemester 2016/17




Sommersemester 2016




Wintersemester 2015/16




Sommersemester 2015




Wintersemester 2014/15



Institut für Gebäudelehre
Technische Universität Graz

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