Projektübung (Studio 1)

Jakominimarkt
Hans Gangoly · Job Floris · Andreas Lechner
Typology: Civic

Guest Professor Job Floris

This summer term’s Design Studio at the Institut fuer Gebaeudelehre will be lead by Guest Professor Job Floris from critically-acclaimed Dutch studio Monadnock and will work on the Jakominiplatz in the centre of Graz. The design task will combine urban, object and detail scales by developing a public programme that questions and transforms existing priorities of this highly frequented public space. The design studio will re-write the Jakominiplatz as an architectural narrative, criss-crossing typological and topological aspects by paying close attention to models and drawings. Job recently taught at the Porto Academy’s Summer School and the Architecture Foundation’s masterclass in London and contributed to the Chicago Architecture Biennial ‘Make New History’.

 

Programmvorstellung: Montag 05.03.2018, 08.15h HS 1

Abb.: Helmut Tezak · Graz · 1989


 

Projektübung (Studio 2)

Montafon · Schruns Tschagguns Nachfahren
Uli Tischler
Typology: CivicCulture

Seit rund 250 Jahren wird der ehemalige Marentische Gasthof als Bezirksgericht des Montafons genutzt. Mit der Auflösung des Gerichtsstandorts 2017 verliert nicht nur das unter Denkmalschutz stehende Gebäude im Ortskern von Schruns seine Funktion, sondern auch Ort und Region einen wesentlichen Teil ihrer Kulturgeschichte.

Für den Stand Montafon* als Eigentümer des Gebäudes, werden wir uns mit der Umnutzung und Transformation der Bausubstanz auseinandersetzen. Ein Workshop vor Ort und Exkursionen zu Referenzprojekten in Vorarlberg, aber auch der näheren Schweiz, bilden die Grundlage dieser Bearbeitung.

*Der Stand Montafon ist heute ein Verband von zehn Montafoner Gemeinden, der Begriff geht zurück auf die Landstände des Mittelalters.

 

Programmvorstellung: Mittwoch, 05.03.2018, 08.15h, HS 1

Abb.: Helmut Tezak · Graz · 1989


 

Entwerfen 2

Am Weinberg
Hans Gangoly · Burkhard Schelischansky · Eva Sollgruber
Typology: Recreation

„Zum Glück gibt es sie noch, diese seltenen Orte, an denen man sich dem Genuss und den

gemeinsamen Lastern hingeben und Geist und Seele baumeln und in die grenzenlose Unendlichkeit

wandern lassen kann.“1

 

Die Entwurfsaufgabe in diesem Semester besteht in der Erweiterung eines Weinguts um Räumlichkeiten für die Lagerung und Verkostung von Wein. Eine Exkursion in die Südsteiermark bietet die Möglichkeit, sich mit dem Gegebenheiten des Grundstücks vertraut zu machen und in die Kultur der Weinproduktion einzutauchen. Neben der Auseinandersetzung mit den Bedingungen des Ortes und dem Verhältnis von Architektur und Kulturlandschaft bietet die vergleichsweise kleine Entwurfsaufgabe die Möglichkeit sich intensiv mit der Stofflichkeit und Atmosphäre der Innenräume auseinanderzusetzen, um einen einzigartigen Ort für den Wein und seinen Genuss zu schaffen.

1 Philosoph Wolfgang Öggl über das Weingut Muster.Gamlitz

 

Programmvorstellung: Mittwoch, 07.03.2018

Abb.: Helmut Tezak · Graz · 1989


 

Entwerfen 4

Markthalle Jakomini · Concrete Student Trophy 2018
Sarah Posch · Christoph Holzinger | Gernot Reisenhofer · Gernot Parmann
Typology: Civic

Märkte generieren programmbedingt Lebendigkeit. Die Aufgabenstellung – Entwurf einer Markthalle am Jakominiplatz – nutzt dies und fragt nach Möglichkeiten, den Ort im Stadtgefüge neu zu denken, als Ort sozialer Dichte, als Treffpunkt für Bewohner, Passanten und Touristen. Als wesentliches Gestaltungselement fungiert dabei die Tragstruktur. Wie unter diesen Voraussetzungen räumliche Qualitäten generiert werden können, ist Herausforderung und stellt zugleich die Attraktivität für uns Architekten an dieser Entwurfsaufgabe dar. Folglich fragen wir nach innovativen und individuellen Lösungen zur Konstruktion und Materialität, die sowohl zur spezifischen Atmosphäre beitragen wie auch Aufenthaltsqualitäten entstehen lassen.

Die notwendige intensive und detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Entwurfsschwerpunkten und somit der gesamtheitlichen Bearbeitung der Aufgabenstellung ermöglicht die – erstmals vorliegende – Koppelung der Lehrveranstaltung Entwerfen 4 mit der Übung Entwerfen Spezialisierter Themen am Institut für Tragwerksentwurf.

 

Programmvorstellung: Mittwoch, 07.03.2018

Abb.: Helmut Tezak · Graz · 1989


 

Workshop 2

Genussraum · Modell und Atmosphäre
Gernot Reisenhofer · Eva Sollgruber
Typology: Analysis

Im Zentrum des Workshops steht die Erarbeitung eines Raum-Entwurfs, der an Hand eines architektonischen Modells entwickelt wird. Durch das Experimentieren mit Materialien und Oberflächen im Modell soll eine explizite räumliche Spannung und Atmosphäre erzeugt werden. In einem weiteren Schritt wollen wir diese Modelle verwenden, um mithilfe der Fotografie zu einer speziellen Art der Architekturvisualisierung zu gelangen und deren Potenziale in einem Darstellungsdiskurs auszuloten.

Jenseits eines determinierenden Funktionalismus steht bei dem Entwurf das Gefühl für Raum, Ästhetik und Stofflichkeit im Zentrum. Der Genussraum als architektonischer Ort mit spezieller Stimmung und je nach Interpretation unterschiedlicher Funktionalität dient dabei als Rahmen für den Entwurf und für die Ausformulierung der Aufgabenstellung, an deren Ende das in Szene gesetzte Bild des Modells steht.

 

LV-Termin: Montag 04.06.2018 – Freitag 08.06.2018

Abb.: Helmut Tezak · Graz · 1989


 

Gebäudeorganisation als architektonische Praxis


Hans Gangoly
Typology: Analysis

Raumprogramme stehen fast immer am Beginn einer entwerferischen Aufgabe. Sie definieren die funktionalen Zusammenhänge und Verhältnisse des Entwurfs, gleichzeitig zeigen die Programme zwischen den Zeilen die Themen, Wünsche, Konflikte und Widersprüche, die bei der Findung des jeweiligen Programms entstanden sind. Die professionelle Analyse solcher Zusammenhänge ist essenziell für die erfolgreiche Bewältigung der architektonischen Umsetzung.

Anhand eines abgeschlossenen Wettbewerbsverfahrens für eine Schule in Graz werden die ersten sechs Wettbewerbsbeiträge vor dem Hintergrund des zugrunde liegenden Programms analysiert und bewertet. Dabei wird sichtbar, wie die jeweiligen Teilnehmerinnen das Raumprogramm interpretiert haben und welche der gewählten Strategien erfolgreich war.

 

LV-Beginn: Dienstag, 06.03.2018

Abb.: Helmut Tezak · Graz · 1989


 

Angewandte Methoden im architektonischen Entwerfen

O.M. Ungers: Die Thematisierung der Architektur (1982)
Andreas Lechner
Typology: Analysis

In diesem Seminar widmen wir uns Oswald Mathias Ungers Buch „Die Thematisierung der Architektur“ das 1982 erstmals erschien. Ungers erläutert darin fünf Themen, die sich als Leitgedanken durch sein entwerferisches Werk ziehen und illustriert diese mit ungebauten Entwürfen. Die Themen teilen sich eine Kritik an einer Rhetorik des Funktionalen und den damit einhergehenden baulichen Belanglosigkeiten technisch-wirtschaftlicher Optimierung. Ungers hält dem seine Entwurfsthemen entgegen, die bauliche Elemente kompositorisch so motivieren, dass dabei „überzeitliche“ – der Architektur immer schon immanente – Themen variiert und an spezifische Orte gebunden werden können. Im Seminar wird das Buch gemeinsam gelesen und diskutiert und anhand einer retrospektiven Überarbeitung eines eigenen Entwurfs auf seine heutige Relevanz für das architektonische Entwerfen hin befragt.

 

LV-Beginn: Freitag, 09.03.2018

Abb.: Helmut Tezak · Graz · 1989


 

AK Wohnbau

Immanente Objekte
Andreas Lechner
Typology: Analysis

Grundlage für die Frage nach einem spekulativen Gestaltungsmaßstab der buchstäblich zwischen Apartment und Landschaftsraum operiert, bildet das 2002 erschienene Buch „After-Sprawl“ (Xaveer de Geyter). „After-Sprawl“ bleibt nicht in der Analyse einer bild- und formlos gewordenen Welt stecken, sondern illustriert Möglichkeiten und Grenzen dieser strategischen Maßstabsebene, die wir als Grundlage für die Arbeitsthese eines „Wohnens“ im Maßstab von Agglomeration, Infrastrukturen und Raumfragmenten heranziehen werden. Im Seminar wird „After-Sprawl“ gemeinsam gelesen, besprochen und anhand von zwei exemplarischen Peripherie-Standorten im Großraum Graz bearbeiten. Wie lassen sich Qualitäten eines Wohnens in, an, unter, über und entlang von immanenten Objekten – Infrastrukturmonumenten der Gegenwart – denken/darstellen?

 

LV-Beginn: Freitag, 09.03.2018

Abb.: Helmut Tezak · Graz · 1989



Wintersemester 2017/18





Sommersemester 2017




Wintersemester 2016/17




Sommersemester 2016




Wintersemester 2015/16




Sommersemester 2015




Wintersemester 2014/15



Institut für Gebäudelehre
Technische Universität Graz

TU Graz

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