Projektübung (Studio 1)

Trofaiach · An der Hauptstraße
Hans Gangoly · Eva Sollgruber
Typology: Civic

In diesem Semester beschäftigen wir uns mit dem Gebäudebestand im Zentrum der obersteirischen Gemeinde Trofaiach. Wie viele Städte in ländlichen Regionen ist auch Trofaiach mit den Entwicklungen von Bevölkerungsrückgang, Leerstand und dem damit einhergehenden Verfall der bestehenden Bausubstanz konfrontiert. Welche neuen Strategien gibt es, um jenseits von temporärem Leerstandsmanagement mit einer historisch gewachsenen Struktur umzugehen und diese entwerferisch neu zu interpretieren?

 

Im Zentrum der Entwurfsaufgabe stehen die Entwicklung von Umnutzungsstrategien sowie die Transformation des Gebäudebestands entlang der alten Hauptstraße. Eine fundierte Auseinandersetzung mit dem baulichen Bestand bildet die Grundlage für das Erkennen der Potentiale und der Identität des Ortes, um Zukunftsszenarien für das Ortszentrum zu entwerfen.

 

 

Programmvorstellung: Mo 01.10.2018, 14:00, HS1
Abb.: Helmut Tezak · Archi Gschnas · Graz · 1981

 

Projektübung (Studio 2)

Grottenhof
Andreas Lechner · Tobias Gruber
Typology: Recreation

Diese Projektübung widmet sich dem Entwurf einer Sport-, Trainings- und Freizeitanlage an der westlichen Grazer Stadtgrenze im Bezirk Wetzelsdorf. Zwischen landwirtschaftlichen Nutzflächen, Naherholungsgebieten und auslaufenden Siedlungsstrukturen werden wir ein landschaftsarchitektonisches Konzept entwickeln, das als Grundlage für ein abwechslungsreiches Ensemble aus Baukörpern und Freiraumflächen fungiert. Dieser ‚Park‘ transformiert die diffuse Stadtrandlage zu einem konkreten, räumlichen Kontext und zugleich zu einer blickräumlich markanten Figur. Mit Besuch und Studium von grundsätzlichen Referenzen in unmittelbarer Nähe – dem Schlosspark von Eggenberg und dem österr. Skulpturenpark in Premstätten – werden wir unsere Auseinandersetzung beginnen. In Folge wird sich der Entwurf Typusvariationen und Hybridisierungen aus Hallen, Sportstätten, Trainings- und Studienwohnungen widmen, die mit den Freiraumqualitäten entsprechend zu verzahnen sein werden. Dabei werden Kompositionen aus Fragmenten und typologischen Variationen entwickelt, die als Collagen und Überlagerungen von sowohl baulich-landschaftlichen als auch programmatischen Formen und Funktionen vielfältige und spannungsreiche Szenarien ergeben.

 

Programmvorstellung: Mo 01.10.2018, 14:00, HS1
 Abb.: Helmut Tezak · Archi Gschnas · Graz · 1981

 

Entwerfen 1

A chef's house
Hans Gangoly · Michael Haberz · Gernot Reisenhofer · Uli Tischler
Typology: Recreation

Küchenchefs kreieren Momente des Genusses. Auf der Suche nach dem perfekten Geschmackserlebnis verwandeln sie hochwertige Zutaten zu schmackhaften wie auch ästhetischen Speisen. Essen wird so mancherorts zum Ereignis – der Besuch im Lokal zur sinnlichen Erfahrung.

 

Mit der Entwurfsaufgabe „A chef’s house“ fragen wir nach dem architektonischen Rahmen für solch einen speziellen Ort. Wie kann das Zubereiten, wie kann das Genießen räumlich interpretiert oder auch unterstützt werden? Klang, Geräusche, Materialien, Lichteinfall… usw. sind dabei neben Ort und Gebrauch von Interesse, wenn es darum geht, mit unseren Entwürfen eine spezifische Ästhetik für solch eine Bauaufgabe zu finden.

 

 

Programmvorstellung: Di 02.10.2018, 08:30, HS1
Abb.: Helmut Tezak · Archi Gschnas ·Graz · 1981

 

Workshop 1

Schriftproben
Uli Tischler
Typology: Analysis

Signaletik (von französisch signalétique, dt. kennzeichnend) dient der räumlichen Orientierung von Menschen in einem komplexen Gebäude oder Areal. Leitsysteme ergänzen im Gebäudeinneren, was wir als Schriftzug an der Fassade als Hinweis auf die Nutzung des Gebäudes oder Geschäftslokals seit langem kennen. Seit der Grafiker Otl Aicher für die Olympischen Sommerspiele 1972 ein Leitsystem mit einer Vielzahl von Piktogrammen entwarf, gehen Leitsysteme weit über einfache Beschriftungs- oder Farbsysteme hinaus. An ausgewählten Referenzprojekten werden wir im Workshop die Zusammenhänge von Architektur und Schrift, Abbildungen oder Farbcodes, also den Teilaspekten der Signaletik untersuchen, um die Ergebnisse dieser Analyse abschließend in einem 1:1 Entwurfsprojekt unmittelbar anzuwenden.

 

 

Lehrvanstaltungsanmeldung: Mo 01.10.2018, 09:00

Abb.: Helmut Tezak · Archi Gschnas ·Graz · 1981


 

Workshop 3

Alltagsfragmente
Gernot Reisenhofer · Tobias Gruber
Typology: Analysis

Gestützt durch die Spaziergangswissenschaften* betreiben wir eine Investigation der städtischen Alltagsinteraktion. Wir begeben uns auf die Suche nach Fragmenten der Stadt, die nachhaltig auf die Stadtatmosphäre wirken, welche auch die spezifische Charakteristik des Grazer Stadtraums erzeugen und im weitesten Sinn auf gesellschaftliche Gepflogenheiten, Vorlieben und Strukturen hinweisen. Der Blick richtet sich dabei auf individuelle, architektonische Elemente, nicht auf die Gebäude. Anhaltspunkte, die unsere gesellschaftliche Interaktion in der Alltagswelt bestimmen, werden aufgespürt. Abseits von formalen Überlegungen helfen sie, die Ideologien und den kulturellen und politischen Hintergrund des historischen Kontexts nachzuvollziehen, der ihrer Ausgestaltung zu Grunde liegt.

 

 

* nach Lucius Burckhardt

 

 

Lehrvanstaltungsanmeldung: Mo 01.10.2018, 09:00

Abb.: Helmut Tezak · Archi Gschnas ·Graz · 1981


 

AK Wohnbau

Online · Die Reihenhäuser Ferdinand Schusters
Uli Tischler
Typology: AnalysisHousing

Entworfen 1959 und realisiert ab Anfang der 60er Jahre für die boomende „Stahlstadt“ Kapfenberg, bildet die Gruppe von 31 Reihenhäusern den Ausgangspunkt einer typologischen Untersuchung dieser besonderen Wohnform. Im Rahmen der Lehrveranstaltung haben wir die Möglichkeit eines der letzten im Originalzustand erhaltenen Häuser zu besuchen und zu analysieren.

 

 

Bis heute aktuelles Modell vorstädtischer Verdichtung soll der Gebäudetyp des „Hauses mit einer Mauer” nicht nur mit aktuellen und internationalen Beispielen verglichen, sondern auch auf die Weiterentwicklung räumlicher Qualität und einer Realisierbarkeit unter den Bedingungen der Wohnbauförderung, durch private Bauträger, oder auch durch Baugruppen, untersucht werden.

 

 

* Das System „Haus mit einer Mauer“ von Adolf Loos entwickelt, zum Patent angemeldet und ab 1921 realisiert.

 

 

Lehrvanstaltungsanmeldung: Mi 03.10.2018, 14:00

Abb.: Helmut Tezak · Archi Gschnas ·Graz · 1981



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Sommersemester 2015




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Institut für Gebäudelehre
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